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Titelbild Hypochondrie Pille

Hypochondrie - die Angst vor Krankheiten

Wenn Sie bei Kopfschmerzen direkt an einen Hirntumor oder Schlaganfall denken, wenn ihr dunkles Muttermal für Sie eindeutig ein Zeichen für schwarzen Hautkrebs ist oder wenn das kurze Muskelzucken in ihrem kleinen Finger für Sie ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass sie an Multipler Sklerose erkrankt sind – dann leiden Sie möglicherweise an Hypochondrie – der Angst vor Krankheiten.

Wahrscheinlich kennen Sie das Phänomen: Sie sehen eine Dokumentation oder lesen einen Artikel über eine bestimmte Krankheit und sind nun der Meinung, diese Symptome auch bei sich selbst entdeckt zu haben. Diese Befürchtungen halten in der Regel nur wenige Minuten lang an, verschwinden allerdings spätestens nach einem Besuch beim Arzt wieder, sofern dieser keinen Befund erheben kann. Nicht so aber bei Menschen, die an Hypochondrie leiden. Bei ihnen wird der Gedanke an die Krankheit zum Zwang und sie geraten in einen Teufelskreis, aus welchem sie nur sehr schwer wieder herauskommen. Häufig leiden die Betroffenen zusätzlich auch noch unter quälenden und immer wiederkehrenden Panikattacken

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick darüber geben was Hypochondrie überhaupt ist, welche Symptome auftreten können, wie sich ein an Hypochondrie erkrankter Mensch fühlt und wie die Hypochondrie das Leben des Betroffenen und seines Umfelds beeinträchtigen kann. Und natürlich möchten wir Ihnen Lösungen und Wege aufzeigen, wie sie sich selbst aus dem Teufelskreis der Hypochondrie und anderer Zwangserkrankungen befreien können. Bei uns sind Sie richtig aufgehoben, wenn sie Hilfe zur Selbsthilfe suchen!

Symptome ohne Diagnose führen zu Ärzte-Shopping

Das heimtückische an der Krankheit ist, dass der Betroffene ganz reale Symptome verspürt wie beispielsweise lang anhaltende Kopf- oder Rückenschmerzen, Magen- und Darmkrämpfe, Nervosität, Herzstolpern oder -rasen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schwindel. Der erste Weg führt den Betroffenen meistens zum Hausarzt, welcher ihn dann zum entsprechenden Facharzt weiterüberweisen wird. Allerdings kann dieser dann auch keinen organischen Befund erheben. Dies beruhigt den an Hypochondrie erkrankten allerdings gar nicht oder nur für sehr kurze Zeit, bis er erneut einen Arzt aufsucht. An Hypochondrie leidende Menschen schrecken auch vor teuren, unangenehmen oder sogar schmerzhaften Zusatzuntersuchungen (wie beispielsweise MRT, CT, Lumbalpunktionen etc.) nicht zurück und wiederholen diese unnötigen Tests mitunter sogar in regelmäßigen Abständen. Auch suchen die Betroffenen in aller Regel unzählige Ärzte verschiedener Fachrichtungen auf, denn der voherige könnte ja etwas übersehen haben. So machen viele Betroffene eine wahre Ärzte-Odyssee durch, bevor Sie bei der Person landen, in deren Hände sie wirklich gehören: In die eines erfahrenen und geduldigen Psycho- oder Verhaltenstherapeuten.

Nur eine Psychotherapie oder Verhaltenstherapie kann helfen

Da Hypochondrie eine schwere psychische Erkrankung ist, kann nur eine Psycho- oder Verhaltenstherapie helfen, in welcher der Betroffene lernt seine Symptome neu zu bewerten, sich andere Denkmuster aneignet und Entspannungsmethoden erlernt, wie das autogene Training oder die progressive Muskelentspannung. So lernt der Patient Schritt für Schritt seine Erkrankung in den Griff zu bekommen und ins normale Leben zurückzukehren. Hierzu muss der Betroffene allerdings bereit sein, seine Denkweise und sein Verhalten komplett umzustellen – nur so ist es möglich die Krankheit in den Griff zu bekommen. Eine solche Therapie ist für Patentien und Therapeuten harte Arbeit und ein langer, steiniger Weg, auf dem man auch nach Rückschlägen nie sein Ziel aus den Augen verlieren darf. Ein erfahrener Psycho- oder Verhaltenstherapeut steht dem Patienten hierbei jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Hypochondrie gehört zu den Zwangsstörungen

Hypochondrie wird den Zwangsstörungen zugeordnet, da Betroffene sich ständig und immer wieder (krankhaft) mit den gleichen Dingen beschäftigen, sich die gleichen Gedanken machen und immer wieder bestimmte Körperfunktionen testen und Verhaltsweisen ausführen. Glücklicherweise sind Zwangsstörungen gut behandelbar. Eine komplette Heilung ist leider nicht möglich, mit viel Willen, Kraft und Ausdauer kann man die Krankheit allerdings "stilllegen". Der Weg in ein angstfreies Leben ist nicht einfach, aber es ist möglich ihn zu schaffen. Und es lohnt sich.

Den ersten Schritt in die richtige Richtung haben Sie bereits getan – Sie sind auf dieser Website gelandet. Auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir Ihnen gerne einen Einblick darin geben, was Hypochondrie eigentlich ist, wie sie entsteht und was Sie dagegen tun können.