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Hypochondrie – Die Angst vor Krankheiten

Unter Hypochondrie versteht man eine psychische Störung, bei welcher der Betroffene fest davon überzeugt ist schwer krank zu sein oder in naher Zukunft zu erkranken. Der Betroffene interpretiert ganz normale körperliche Vorgänge – von denen wir normalerweise nichts (oder nur sehr wenig) mitbekommen – falsch und bewertet diese dann als krankhaft.

Ursache der Hypochondrie

Bei den wenigsten Patienten lässt sich zweifelsfrei feststellen wordurch die Krankheit letztendlich ausgelöst wurde, allerdings gibt es verschiedene Theorien, Ansätze und Vermutungen was eine Hypochondrie auslösen oder begünstigen kann.

Möglicherweise treffen bei einzelnen Patienten sogar mehrere oder aber auch gar keiner dieser Faktoren zu.

Echte Symptome – keine Diagnose

Das heimtückische an der Hypochondrie ist, dass der Betroffene scheinbar ganz reale Symptome verspürt wie beispielsweise lang anhaltende Kopf- oder Rückenschmerzen, Magen- und Darmkrämpfe, Nervosität oder Schwindel, Herzrasen oder Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schwäche. Dies führt den an Hypochondrie Erkrankten in der Regel zu unzähligen Ärzten, welche alle keine – oder keine ausreichende – körperliche Ursache für die verspürten Beschwerden des Betroffenen finden können. Aber auch vielfache Arztbesuche bei Ärzten diverser Fachrichtungen und eine endlose Aneinanderreihung von doppelten, unnötigen und teilweise sogar unangenehmen oder schmerzhaften Untersuchungen können den Patienten nicht dauerhaft beruhigen.

Stress, Angst und Symptome

Der hypochondrische Patient befindet sich in einem Teufelskreis. Durch Stress werden neue Symptome verursacht (oder bereits vorhande aufrechterhalten oder sogar verstärkt), welche der Patient fälschlicherweise als krankhaft und gefährlich bewertet. Diese negative Bewertung führt daraufhin zu einem Angstgefühl, welches dann erneut in Stress mündet.

Kreislauf der Symptome bei Hypochondrie

Nur eine Therapie kann helfen

So vergehen in der Regel oft Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte, bis der an Hypochondrie Leidende erkennt in wessen Hände er sich tatsächlich begeben muss – in die eines geduldigen und erfahrenen Psycho- oder Verhaltenstherapeuten. Eine Heilung der Hypochondrie ist zwar nach aktuellem Stand leider noch nicht möglich, durch die konsequente Therapie wird der Patient allerdings dazu angeleitet, mit der Krankheit ein ganz normales Leben führen zu können.