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Titelbild Hypochondrie Pille

Selbsthilfe

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich bei Hypochondrie oder anderen Zwangsstörungen selbst zu helfen. Zu ihnen zählen unter anderem das autogene Training und die progressive Muskelentspannung. Es gibt allerdings noch viele weitere Möglichkeiten, wie Meditation oder Yoga. Wir werden auf diesen Seiten allerdings erst einmal nur auf das autogene Training und die progressive Muskelentspannung näher eingehen.

Das autogene Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungsübung. Der Psychiater Johannes Heinrich Schultz hat es aus der Hypnose entwickelt und 1926 erstmal der Öffentlichkeit vorgestellt. 1932 publizierte er dann sein Buch „Das autogene Training“.

Die progressive Muskelentspannung oder auch progressive Muskelrelaxation ist ein von Edmund Jacobsen entwickeltes Entspannungsverfahren, bei dem durch die bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung erreicht werden soll.

Dem an Hypochondrie oder einer anderen Zwangsstörung leidenden Patienten raten wir dazu beide Entspannungsverfahren zu erlernen – oder zumindest einmal beide auszuprobieren. Meist merkt der Patient selbst recht schnell, welches Verfahren ihm persönlich besser bei der Entspannung hilft. Auch sollten Sie sich nicht entmutigen lassen, wenn Sie bei den ersten Malen keine Veränderungen feststellen können. Es dauert eine kleine Weile und erfordert etwas Übung und Disziplin bis die Entspannungsverfahren ihre volle Wirkung entfalten können. Auch sollte man darauf achten, dass man während des Ausübens der Verfahren nicht von anderen Personen oder Ereignissen (Handy klingeln etc.) gestört wird.

Sport

Auch Sport oder simples Spazierengehen können bei Hypochondrie und Panikattacken wahre Wunder bewirken. Durch die Bewegung werden Endorphine ausgschüttet, diese sogenannten Glückshormone bauen Stress ab, man stärkt sein Selbstbewusstsein und stellt das Vertrauen in den eigenen Körper wieder her. Wichtig ist, dass man es langsam angehen lässt und nicht direkt bei der ersten sportlichen Aktivität versucht einen Marathon zu laufen. Man sollte auf seinen Körper hören und sich nicht überforden, denn das hätte widerum einen gegenteiligen Effekt von dem, was man eigentlich erreichen möchte. Gut geeignet sind Sportarten wie joggen, Nordic Walking, schwimmen, leichtes Krafttraining, aber auch alle anderen Sportarten können helfen - wichtig ist, dass die Aktivität einen fordert (aber nicht überfordert!) und Spaß macht.